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19. Januar 2025

Hört jemand mein Telefon ab – woran merke ich, dass ich abgehört werde?

Lesezeit: 6 Minuten

Autor: Svenja Meismann, Member Board of Directors World Association of Detectives

Haben Sie Angst, abgehört zu werden? Aus gutem Grund ist das nichtöffentlich gesprochene Wort gesetzlich geschützt. Das heißt, man darf andere nicht heimlich abhören.

Eine Ausnahme ist immer nur mit richterlicher Genehmigung möglich. Und die gibt es immer nur zur Aufdeckung oder Verhinderung schwerer Straftaten.

Was aber tun, wenn doch jemand illegal Ihr Telefon abhört? Wir wollen versuchen, Ihnen aufzuzeigen, wie Sie sich schützen können.

Kann man überhaupt das Telefon abhören?

Für einen Laien ist es schwierig, ein fremdes Telefon abzuhören. Jemand mit den nötigen technischen Kenntnissen kann das aber relativ leicht. Dazu muss man nicht bei der NSA oder beim KGB sein. Es reichen relativ einfache technische Hilfsmittel, die man für wenig Geld im Elektronikfachhandel kaufen kann.

So können zum Beispiel Fremde mit einem Imsi-Catcher Ihr Smartphone abhören. Außerdem gibt es zahlreiche Spy-Apps, mit deren Hilfe andere das eigene Handy abhören können. Das Festnetz zu Hause lässt sich mit technischen Hilfsmitteln aus dem Versandhandel abhören.

Ob Ihr Handy oder Ihr Festnetztelefon abgehört wird, spielt keine Rolle, wenn es die Polizei macht, denn dann nutzen die Ermittler andere Wege der Überwachung. Wie das geht, erfahren Sie weiter unten.

Darf man ein Telefon abhören?

Wie oben beschrieben ist es nicht so einfach erlaubt, das Telefon einer fremden Person anzuzapfen. Bevor der Staat – hier also meist die Polizei - ein Telefon abhören darf, muss ein Richter das anordnen.

In wenigen Fällen reicht auch die Genehmigung der Staatsanwaltschaft. Diese darf es jedoch nur dann alleine auf den Weg bringen, wenn Gefahr in Verzug ist, es also sehr schnell gehen muss, um ein Verbrechen aufzuklären oder zu vermeiden. Ansonsten verfügt es ein Richter.

Es müssen also besondere Gründe für das Abhören von Telefonen geben, um eine Ausnahme zu Artikel 10 Grundgesetz zu rechtfertigen. Darin sind die Grundrechte auf das Briefgeheimnis und das Fernmeldegeheimnis geregelt.

Abhören ist also alleinig dem Staat vorbehalten. Eine „normale“ Privatperson hingegen darf unter keinen Umständen fremde Telefonate abhören. Dennoch kommt es täglich vor, dass private Personen in gesetzeswidriger Form Telefone überwachen. Dieses Risiko, abgehört zu werden, hat jeder.

Nur Spezialisten können es feststellen. In der Privatwirtschaft hilft Ihnen in einem solchen Fall eine Detektei weiter um festzustellen, ob Ihr Festnetz abgehört wird.

Wie funktioniert die Telefonüberwachung durch den Staat respektive die Polizei?

Um die richterliche Genehmigung zum Überwachen eines Telefons zu bekommen, muss gegen den Besitzer des Telefons ein zwingender Verdacht bestehen, wonach dieser Täter oder Mittäter einer gravierenden Straftat ist.

Die Polizei wird dann über die Staatsanwaltschaft bei dem zuständigen Gericht eine Telefonüberwachung beantragen. Nachdem der Richter diese Maßnahme abgesegnet hat, wird der Telekommunikationsanbieter verpflichtet, alle Verbindungsdaten der Telekommunikation (egal ob Telefonate oder SMS oder andere Nachrichten) an die Behörden zu übermitteln. Dort heißt die Überwachung dann nur kurz TKÜ für Telekommunikations-Überwachung.

Sämtliche Telefonate werden alsdann automatisch aufgezeichnet und festgehalten. Die Polizei wertet diese alsdann aus. Übermittelt werden weiterhin Daten wie Telefonverbindungen, wer angerufen hat, welche SIM-Karten-Nummer oder IMEI Nummer ein Handy hat, mit dem von dem Anschluss aus telefoniert wurde aber auch der Standort, sofern das überwachte Telefon ein Handy ist.

Anzeichen von Lauschangriffen erkennen - worauf Sie achten sollten

Es gibt verschiedene Anzeichen, die auf einen möglichen Lauschangriff hindeuten können. Technische Auffälligkeiten wie unerklärliche Störungen, seltsame Geräusche oder Echos beim Telefonieren sind typische Warnsignale. Auch ein unerwartet hoher Akkuverbrauch oder Geräte, die sich plötzlich ausschalten oder neu starten, können auf Abhörsoftware hinweisen.

Achten Sie auch auf physische Anzeichen: Unbekannte Kabel, kleine Geräte oder Hardware, die in der Nähe von Telefon- oder Internetanschlüssen auftauchen, können potenzielle Abhörgeräte sein.

Auch unerklärliche Veränderungen in Ihrer Umgebung, wie beispielsweise verstellte Gegenstände oder neu angebrachte „Dekorationen“, können auf heimliche Manipulationen hindeuten. Eine professionelle Überprüfung durch unsere Experten ist ratsam, um Ihre Sicherheit zu gewährleisten.

Spezialisten Stellen fest, ob Ihr Telefon abgehört wird.

Kann ich das Mithören der Telefonate durch andere einfach so bemerken?

Im Prinzip geht das nicht, wenn die Abhöraktion einigermaßen professionell gemacht wurde. Die Technik ist heute so weit, dass es weder Rauschen noch Rückkoppelungen im Telefon geben sollte. Ein „Echo“ - auch Widerhall genannt – kann viele Gründe haben, in der Regel aber nur selten das Abhören.

Wenn Sie also ein Echo im Telefon hören, ist das kein klares Anzeichen dafür, dass jemand bei Ihnen mithört.

Störgeräusche können ebenfalls andere Ursachen haben. Wurde allerdings Ihre Leitung in der Wohnung unfachmännisch angezapft, so könnten diese Störgeräusche ein Indiz sein.

Falls bei Ihnen eingebrochen wurde, ohne dass etwas fehlt, so könnte der Grund sein, dass jemand ein Abhörgerät hinterlassen hat.

Interferenzen mit anderen Geräten sind übrigens kein Beleg dafür, dass Abhörgeräte im Spiel sind. Diese treten häufig auf, besonders bei schnurlosen Telefonen.

Selbst unsere Altkanzlerin Angela Merkel hat es nicht bemerkt, dass fremde Dienste das eigene Smartphone der damaligen Kanzlerin abgehört haben. So sind vertrauliche Informationen an unbefugte Dritte gelangt, wie verschiedene Medien berichtet haben. Hinter der Spionage steckte wohl die NSA. Offenbar hat dieser Dienst alle Gespräche, die über das Mobiltelefon gegangen sind, abgefangen.

Überwachung auf Smartphones erkennen - Hinweise auf Spionage-Apps und Abhörmaßnahmen

Ein typischer Hinweis auf eine mögliche Überwachung eines Smartphones ist ein ungewöhnlich hoher Datenverbrauch. Spionage-Apps, die im Hintergrund laufen, übertragen regelmäßig Daten an eine externe Quelle, was zu einem plötzlichen Anstieg des Datenverbrauchs führen kann.

Wenn Sie feststellen, dass Ihr mobiles Datenvolumen ungewöhnlich schnell aufgebraucht ist und der Akku schneller leer ist, obwohl Sie Ihr Nutzungsverhalten nicht geändert haben, könnte dies auf eine Überwachungssoftware hindeuten.

Auch seltsame Geräusche beim Telefonieren - wie Rauschen, Klicken oder Echo - können auf eine Überwachung durch eine Spionage Software hinweisen. Diese Störungen treten auf, wenn Dritte versuchen, das Gespräch mitzuhören.

Darüber hinaus können unerklärliche SMS-Nachrichten und Pop-ups, die kryptische Zeichenketten oder Symbole enthalten, ein weiterer Hinweis auf Spionage-Apps sein, da diese Nachrichten häufig von der Überwachungssoftware selbst generiert werden.

Wenn Sie mehrere dieser Anzeichen feststellen, sollten Sie schnell handeln und das Gerät auf verdächtige Apps oder Prozesse untersuchen. Eine forensische Untersuchung durch einen unserer IT-Forensiker hilft Ihnen dabei, unerlaubte Überwachungssoftware zu identifizieren und zu entfernen.

Kann ich mit der Kombination *#21# Abhören feststellen?

In einige Foren und auf sozialen Netzwerken finden Sie die Informati0n, durch Eingabe der Tastenkombination *#21# könnten Sie feststellen, ob jemand Ihr Handy abgehört wird. Diese Auskunft ist falsch und Blödsinn.

Mit dem MMI Code *#21# machen Sie lediglich eine Statusabfrage der Rufumleitung für Gespräche. Haben Sie eine Rufumleitung eingerichtet, sehen Sie mit dieser Abfrage nur die Nummer, auf die Sie Ihre eingehenden Telefonate umgeleitet haben.

MMI Codes (Man Machine Interface) oder GSM Codes können nicht direkt anzeigen, ob ein Telefon abgehört wird. Haben Sie daher keine falschen Erwartungen, nur weil jemand auf Instagram die Wunderwaffe MMI-Code gegen Abhören erfunden haben will. Diese Influencer haben schlichtweg keine Ahnung von der Technik. Codes dieser Art geben keine Sicherheit.

Schutz vor Lauschangriffen - Strategien zur Sicherung Ihrer Geräte

Um sich wirksam vor Lauschangriffen und Spyware zu schützen, können Sie eine Reihe vorbeugender Maßnahmen ergreifen.

Eine der wichtigsten Maßnahmen ist das regelmäßige Durchführen von Sicherheitsupdates auf Ihren Geräten. Diese Updates schließen häufig Sicherheitslücken, die von Spyware und anderen Schadprogrammen ausgenutzt werden können. Darüber hinaus ist der Einsatz einer Antiviren-Software empfehlenswert, um potenzielle Bedrohungen frühzeitig zu erkennen und zu entfernen.

Wenn Ihr Gerät bereits von Spyware befallen ist, ist das Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen eine der wirksamsten Methoden, um hartnäckige Überwachungssoftware zu entfernen. Dabei werden in den meisten Fällen alle Anwendungen und Daten gelöscht und das Gerät in den Auslieferungszustand zurückversetzt.

Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme können Sie auch die Verschlüsselung Ihrer Kommunikation und Daten aktivieren, um das Abhören zu erschweren. Dies schützt einerseits Ihre Gespräche und anderseits auch alle gespeicherten Informationen, falls das Gerät in falsche Hände geraten sollte.

 Wollen Sie sicher sein, dass Ihr Handy safe ist?

Wenn Ihr Mobiltelefon von einer Privatperson überwacht werden sollte, können Sie es mit Glück vielleicht selber nachvollziehen. Lesen Sie dazu den Artikel: Kann man eine Handyüberwachung feststellen?

Sollten Sie aber bemerken, dass andere Personen immer wieder über Informationen verfügen, die Sie nur in vertraulicher Form telefonisch weitergegeben haben, besteht der Verdacht auf eine Abhöraktion. Sie sollten versuchen, telefonisch eine Info zu streuen, die so nicht richtig ist. Kommt sie an externer Stelle an, ist das ein besorgniserregendes Indiz.

Die Überwachung des Telefons könnte der Grund dafür sein, sofern sicher ist, dass die Teilnehmer am anderen Ende des Telefonats nichts haben nach außen dringen lassen.

Wie stelle ich sicher fest, ob mein Telefon abgehört wird?

Nur eine Überprüfung Ihrer Räume durch einen Fachmann bringt Ihnen Klarheit. Dazu gehört, dass ein Experte die Leitungen durchmisst, das Endgerät an sich prüft und auch die Räume selbst auf Abhörmittel checkt.

Denn theoretisch ist es ja auch denkbar, dass gar nicht die Telefonapparate angezapft sind, sondern sich eine Wanze im Raum befindet. Diese Maßnahmen fallen unter die Rubrik Abhörschutz. Dabei untersuchen Experten Ihre Wohnung oder Ihr Büro nach Wanzen aller Art inklusive des Ausspionierens per Video.

Hört allerdings Vater Staat bei Ihnen ab, dann kann eine Detektei das nicht feststellen oder messen. In dem Fall müssten Sie allerdings schon einiges auf dem Kerbholz haben, denn sonst würde ein Richter diese Maßnahme nicht anordnen, weder bei Privatpersonen noch bei Firmen.

Beratung und professionelle Hilfe - Wenn Sie vermuten, abgehört zu werden

Wenn Sie Anzeichen für einen möglichen Lauschangriff bemerken, ist der nächste Schritt die Konsultation eines unserer Experten. Spezialisten aus den Bereichen Lauschabwehr und IT-Forensik können eine detaillierte Untersuchung Ihrer Umgebung und Ihrer Geräte durchführen.

Diese forensischen Analysen decken versteckte Abhörgeräte, verdächtige Software oder Manipulationen auf und liefern eindeutige Beweise.

Wir erstellen nach einer umfassenden Analyse Berichte, die auch vor Gericht als Beweismittel dienen können. Diskretion ist dabei oberstes Gebot, um potenzielle Täter nicht zu alarmieren.

Bestätigt sich der Verdacht auf illegale Abhörmaßnahmen, sollten Sie rechtliche Schritte in Erwägung ziehen. Dabei ist es notwendig, die gesicherten Beweise an Rechtsanwälte oder die zuständigen Behörden weiterzuleiten, um Ihre Rechte zu wahren und weitere Angriffe zu verhindern.

Sprechen Sie mit einem Experten unserer Detektei und informieren sich, wie Sie wieder sicher telefonieren können. Wir schützen Ihre Privatsphäre und schützen Ihre Interessen.

0800 - 11 12 13 14

Kontakt

Quellen: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden, Genesis-Online, Datenlizenz by-2-0, eigene Darstellung und Berechnung. Bitte beachten Sie, dass es sich bei den auf dieser Webseite angegebenen Städten nicht um Büros oder Betriebsstätten unserer Detektei handelt. Es sind vielmehr wiederkehrende, einmalige oder zukünftige Einsatzorte. Die dargestellten Fälle dienen als im Einzelfall fiktive Fallbeispiele zur Veranschaulichung von Detektivarbeit. Dieser Hinweis ist ausdrücklich als permanenter Bestandteil dieser Webseite zu verstehen. Er gilt insbesondere auf allen Seiten, auf denen er angezeigt wird.

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