Lesezeit: 7 MinutenKriminelle Menschen nutzen heutzutage soziale Netzwerke wie Instagram oder Facebook sowie Messenger-Dienste wie
- Signal,
- Telegram
- oder WhatsApp
für ihre betrügerischen Lügen und Manipulationen. So gibt es hier beispielsweise viele Formen von dem bekannten Kreditbetrug auf Facebook oder Instagram, auf die viele Nutzer reinfallen.
Recht ähnlich läuft eine aktuelle Masche ab, die inzwischen neben den sozialen Netzwerken auch die Messengerdienste erreicht hat. Bei diesem betrügerischen System versuchen die Kriminellen an das Geld der Nutzer zu kommen. Hierfür locken sie die späteren Opfer mit dem Versprechen, dass die Nutzer eine hohe Summe Geld gespendet erhalten sollen.
Eine solche Nachricht kommt direkt von einem vermeintlich anderen Nutzer, wobei der Täter dem ahnungslosen anderen Anwender sofort den Grund für jene Großzügigkeit liefert. Angeblich ist diese Person ist unheilbar krank und möchte, dass sein Vermögen entsprechend in gute Hände gelangen kann.
Vorschussbetrug bei der Schenkung des Erbes
Die betrügerische Masche, die hinter diesem Vorgehen steckt, nennt sich Vorschuss- oder Vorauszahlungsbetrug. Genauso wie andere Betrugsmaschen ist oft die berüchtigte Nigeria-Connection der Drahtzieher des Verbrechens.
In den vermeintlichen Mails oder Nachrichten via soziale Netzwerke erfindet der Betrüger alle möglichen Geschichten, um dem Empfänger dieser Mail oder dem Nutzer bei Facebook oder Instagram glaubhaft zu machen, er würde von diesem eine Menge Geld erhalten.
Nicht selten locken die Gauner mit Geldbeträgen im Millionenbereich, manchmal jedoch nur im sechsstelligen Bereich, wie dieses aktuelle Profil von Instagram belegt, von dem wir einen Screenshot hier veröffentlichen. Sie sehen darin: Die Todkranke auf Instagram will Geld verschenken.

Allein auf Facebook und Instagram gibt es Tausende solcher Profile. Die Namen sind frei erfunden, die Bilder schlicht gestohlen. Die angeblich Kranken sind mal Franzosen, mal Spanier oder haben eine andere Nationalität. Selten geben sie sich als Deutsche aus, denn dann würde der spätere Trick mit den Gebühren für einen angeblichen Notar nicht so gut funktionieren. Der Beschenkte könnte ja einfach den deutschen Notar anrufen, und das gilt es zu vermeiden.
Bevor der Empfänger der vermeintlichen Schenkung das Geld vom edlen Spender oder der edlen Spenderin erhält, gibt es allerdings noch einige Hürden, die der ahnungslose Nutzer nehmen muss. Erst dann kann das Geld auf das Konto des Empfängers überwiesen werden. Und hier lauert der Betrug.
Üblicherweise muss der Geldempfänger hierbei in eine hohe finanzielle Vorleistung treten und beispielsweise
- Anwaltskosten
- Gebühren für Steuern
- oder Tickets
vorab bezahlen. Da kommen schnell ein paar tausend Euro zusammen. Aber was sind schon 2.000 Euro für den Nutzer, wenn er 650.000 Euro oder gar 1,5 Millionen Euro bekommen soll?
Oft bleibt es nicht bei diesen ersten Gebühren. Wenn die Falle erst einmal zugeschnappt ist, werden meist weitere Kosten fällig, die der Empfänger tragen soll. Schließlich hat der Nutzer bereits 2000 Euro investiert. Diese will er natürlich nicht verlieren und zahlt in der Folge immer weiter.
Hinzu kommt der Umgang mit den persönlichen Daten des vermeintlichen Geldempfängers, die während der Aktion an die Betrüger übermittelt werden müssen. Dabei kann es sich um besonders sensible und private Daten wie Personalausweisnummer, Ausweiskopie, Zeugnisse oder die Bankverbindung handeln.
Manchmal wird das Opfer auch aufgefordert, ein Online-Bankkonto zu eröffnen, das dann von den Tätern für weitere Betrügereien missbraucht wird. Diese Daten und Zugänge werden von den Tätern später oft unrechtmäßig weiterverwendet.
Mit ähnlichen zuvor ergaunerten Daten und Dokumenten versuchen die Täter dann, sich gegenüber dem potentiellen Opfer als seriös darzustellen.
Warum sollten die Betroffenen nicht auf diese Nachrichten antworten?
Die Kriminellen, die die Nutzer im großen Stil anschreiben, wollen in Wirklichkeit kein Geld an diese verschenken. Im Gegenteil: solche Verbrecher wollen an das Geld der Nutzer kommen. Nachdem das Opfer auf die Nachrichten bei Facebook oder Instagram geantwortet hat, erhalten diese eine Information, dass das Geld derzeit auf irgendwelchen Bankkonten liegt.
Um nun an das Geld auf dem Konto heranzukommen, sollen
- Notare
- Bank
- und weitere Personen
für ihre Dienste in diesem Vorgang bezahlt werden. Jene Bezahlung sollen die Anwender dann übernehmen. Mit einer solchen getätigten Überweisung ist das Geld dann in aller Regel weg. Eine derartige Überweisung erfolgt meistens auf ein ausländisches Konto, mitunter auch per Bitcoins oder auf ein Konto unter einer gehackten Identität beispielsweise bei N26. Lesen Sie dazu, welche Fallen lauern, wenn man ein Konto bei N26 eröffnen soll.
Nimmt der Nutzer dieses falsche Angebot an, bekommt er recht schnell ein amtlich aussehendes Dokument zugeschickt. Das Aussehen dieser Dokumente kann stark variieren, doch enthalten diese Papiere immer einen speziellen Punkt: Der Nutzer soll nun sofort zahlen!
Um an das Geld zu gelangen, muss der Anwender einen angeblichen Anwalt oder Notar kontaktieren, der diesem ein Pseudo-Dokument zuschickt. In diesem steht, dass er eine bestimmte Summe in Höhe von einigen Hundert Euro oder mehr auf ein Konto im Ausland als Verwaltungs- und Sicherheitskosten überweisen muss.
Die Masche ist ein Vorschussbetrug
Hierbei handelt es sich jedoch um Vorschussbetrug: Nach der Überweisung hört der ahnungslose Nutzer nie wieder etwas von dem Anwalt oder der kranken Person. Meist verschwinden die Profile von Facebook und auch die E-Mail-Adresse wird gelöscht, das Geld ist weg. In unzähligen Fällen folgen jedoch weitere Forderungen.
Wie beim allseits bekannten online Heiratsschwindel, dem Romance Scam, ist eine solche Geschichte der sterbenskranken Frau lediglich ein Vorwand, um Gefühle beim Nutzer auszulösen und diesen gefühlsbetont zu verhaften.
Ziel ist es, durch gefälschte Profile im Internet den Eindruck zu erwecken, dass die Frau oder der Mann tatsächlich nur noch wenige Wochen zu leben hat. Geht das Opfer dann auf das Geldangebot ein, entpuppt sich dieses als Forderung, bei der in Kürze Gebühren fällig werden oder weitere Verbindlichkeiten entstehen, die das Opfer vorab bezahlen soll.
Bei derartigen Nachrichten handelt es sich immer um eine Art von Vorschussbetrug. Diese Form des Betrugs gibt es schon recht lange.
Weitere Betrugsmaschen auf Instagram
Influencer-Betrug: Gefälschte Profile auf Instagram
Influencer-Betrug ist eine auf Instagram weit verbreitete Masche, bei der Kriminelle gefälschte Profile erstellen, die echten Influencern täuschend ähnlich sehen. Diese Profile nutzen ihre scheinbare Bekanntheit, um Vertrauen zu schaffen und Nutzer dazu zu bringen, persönliche Daten preiszugeben oder Geld für vermeintliche Gewinnspiele oder exklusive Angebote zu überweisen. Häufig werden Links zu Phishing-Seiten verwendet oder Überweisungen auf unbekannte Konten gefordert.
Um sich vor solchen Betrugsversuchen zu schützen, sollten Nutzerinnen und Nutzer immer die Authentizität eines Profils überprüfen, bevor sie sensible Informationen preisgeben. Anzeichen für Fake-Profile sind häufig eine geringe Interaktion in den Kommentaren, fehlende Verifizierung (kein blauer Haken) und verdächtige Nachrichten mit Dringlichkeitscharakter. Wachsamkeit und gesunder Menschenverstand sind die besten Schutzmaßnahmen.
Job-Betrug: Falsche Stellenangebote als Falle
Job Scam ist eine weit verbreitete Masche, bei der Kriminelle gefälschte Stellenangebote veröffentlichen, um an persönliche Daten oder Geld von Arbeitssuchenden zu gelangen. Oft werden unrealistisch hohe Gehälter oder flexible Arbeitsbedingungen angeboten, um Interessenten anzulocken. In vielen Fällen werden die Bewerber aufgefordert, persönliche Daten wie Bankverbindungen preiszugeben oder Vorauszahlungen für angebliche Schulungen oder Arbeitsmaterialien zu leisten.
Kostenpflichtige Abonnements: Die Gefahr von Abofallen
Abofallen sind eine weit verbreitete Betrugsmasche auch auf Instagram, bei der Nutzerinnen und Nutzer unwissentlich teure Abonnements abschließen. Häufig tarnen sich diese Angebote als kostenlose Testversionen oder Gewinnspiele, bei denen die versteckten Kosten erst im Kleingedruckten auftauchen. Wer einmal seine Daten eingegeben hat, findet sich schnell in langfristigen und teuren Verträgen wieder.
Kreditbetrug: Vorsicht bei unrealistischen Angeboten
Kreditbetrug ist eine weit verbreitete Masche, bei der Betrüger Kredite zu äußerst günstigen Konditionen anbieten, um potenzielle Opfer zu täuschen. Dabei wird versprochen, dass der Kredit schnell und unkompliziert ohne Bonitätsprüfung erhältlich ist. Häufig verlangen die Betrüger vorab Gebühren oder sensible persönliche Daten, bevor der vermeintliche Kredit freigegeben wird - ein Kredit wird jedoch nie ausgezahlt.
Kreditkartenbetrug: Gefahr durch gestohlene Daten
Kreditkartenbetrug ist eine der häufigsten und gefährlichsten Betrugsmethoden, bei der gestohlene Kreditkartendaten missbraucht werden. Kriminelle verschaffen sich oft über Phishing-Mails, gefälschte Webseiten oder unsichere Netzwerke Zugang zu diesen sensiblen Daten, um dann unrechtmäßig online einzukaufen oder Geld zu überweisen. Besonders gefährlich ist, dass viele der gestohlenen Transaktionen von den Opfern zunächst gar nicht bemerkt werden.
Romantikbetrug: Emotionale Manipulation als Methode
Romantik-Betrug ist eine besonders perfide Form des Betrugs, bei der Täter gezielt emotionale Manipulation einsetzen, um ihre Opfer zu isolieren und auszunutzen.
Betrüger täuschen eine virtuelle Liebesbeziehung vor, schaffen Vertrauen und nutzen die damit verbundene Intimität, um das Opfer zu manipulieren. Oft wird das Opfer in die Irre geführt, indem emotionale Geschichten oder Notlagen vorgetäuscht werden, um finanzielle Unterstützung zu erhalten. Diese Art von Betrug zieht sich zumeist über einen längeren Zeitraum hin und kann für das Opfer schwerwiegende finanzielle und emotionale Folgen haben.
Schneeballsysteme: Wie soziale Netzwerke zur Anwerbung missbraucht werden
Schneeballsysteme sind eine betrügerische Methode, bei der die Investitionen neuer Teilnehmer dazu verwendet werden, Auszahlungen an frühere Mitglieder zu finanzieren.
Diese Systeme gewinnen immer mehr Anhänger, indem sie das Vertrauen der Opfer durch vermeintlich lukrative Investitionsmöglichkeiten gewinnen. In sozialen Netzwerken wird häufig gezielt Werbung geschaltet, die hohe Renditen verspricht, ohne ein reales Produkt oder eine reale Dienstleistung anzubieten.
Ziel ist es, immer neue Mitglieder zu werben, die dann ihr eigenes Geld einzahlen, mit dem wiederum die „Auszahlungen“ an die bisherigen Teilnehmer erfolgen. Schließlich bricht das System zusammen, wenn keine neuen Teilnehmer mehr gefunden werden, und viele verlieren ihr Geld.
Verlosungsbetrug: Vorsicht bei vermeintlichen Gewinnspielen
Gewinnspielbetrug ist eine weit verbreitete Methode, bei der Betrüger vermeintliche Gewinnspiele oder Preisausschreiben nutzen, um an persönliche Daten oder Geld zu gelangen.
Dabei erhalten die Teilnehmer eine Nachricht, dass sie einen großen Preis gewonnen haben, müssen aber eine „kleine Gebühr“ für Porto oder Verwaltungskosten bezahlen, bevor sie den Gewinn erhalten. Üblicherweise wird der angebliche Gewinn nie ausgezahlt und die bezahlte Gebühr ist verloren.
Maßnahmen, um sich vor den Betrugsanfragen zu schützen
Bei dubiosen
- Erbschaften,
- Schenkungen
- oder Geldangeboten
auf Facebook, Instagram und Co können die Nutzer fast immer sicher sein, dass hier Betrüger am Werk sind.
Um dem Betrug mit falschen Profilen auf Facebook oder Instagram vorzubeugen, sollten User soweit möglich die Privatsphären-Einstellungen so ändern, dass Freundeslisten nie öffentlich gezeigt werden. Neue Freundschaftsanfragen sollten erst nach persönlicher Absprache mit diesem Kontakt angenommen werden.
Zugleich sollte der Nutzer nicht auf unerwartete SMS antworten, deren Absender er nicht kennt und keine Geheimzahlen von Kreditkarten weitergeben.
Niemand sollte ein Konto eröffnen und anderen Personen Zugang dazu gewähren. Auch sollte niemand seine Ausweisdokumente an dritte Personen weiterleiten.
Überdies sollte ein Nutzer niemals Geld an Fremde überweisen, die er aus dem Internet kennt – ganz egal aus welchem Grund. Es gilt stets Vorsicht bei Instagram-Bekanntschaften walten zu lassen. Wenn eine Todkranke auf Instagram Geld verschenken will, sollte jeder Vorsicht walten lassen.
Im Zweifel kann ein Privatdetektiv unserer Detektei Ihnen dabei helfen, die Wahrheit zu erfahren. Der Privatdetektiv kann für Sie eine Internetbekanntschaft überprüfen und feststellen, was wirklich Sache ist.
Lassen Sie sich im Falle eines Falles einfach von einem Detektiv beraten:
0800 – 11 12 13 14