Lesezeit: 5 MinutenAutor: Svenja Meismann, Member Board of Directors World Association of Detectives
Romance-Scamming ist längst kein rein männliches Phänomen mehr: Immer mehr Frauen nutzen gezielt Online-Plattformen, um ahnungslose Männer emotional zu manipulieren und finanziell auszunehmen.
Während früher vor allem Betrüger überwiegend aus Nigeria oder Ghana als Heiratsschwindler Schlagzeilen machten, operieren heute gut organisierte Netzwerke – oft mit weiblichen Köpfen – aus Osteuropa, Südostasien oder zahlreichen afrikanischen Ländern.
Die Methoden sind raffinierter geworden: Statt simpler Fake-Profile bei Partnerbörsen setzen Kriminelle heute auf Dating-Apps wie Tinder, Instagram-Flirts oder sogar gezieltes Catfishing über LinkedIn.
Künstliche Intelligenz hilft dabei, täuschend echte Identitäten zu kreieren – inklusive Deepfake-Videos für vermeintliche Videochats. Die Opfer sind nicht mehr nur ältere Einsame: Auch junge, technikaffine Männer fallen auf emotionales Love-Bombing und erfundene Notlagen herein.
Doch wie gelingt der Betrug im Detail? Und warum zeigen Studien, dass die Dunkelziffer seit 2020 explosionsartig gestiegen ist?
„Deutsche Männer sind so verlässlich!“ – Wie Love Scammer gezielt Emotionen manipulieren
Die Masche klingt immer gleich – und wirkt doch jedes Mal neu: Die angebliche Traumfrau aus dem Ausland schwärmt von den „einzigartigen Tugenden“ deutscher Männer. „Bei uns sind alle Männer egoistisch/ungebildet/gewalttätig… aber du bist anders!“
Ob als vermeintliche Russin, feurige Kolumbianerin oder norwegische Ärztin – das Spiel bleibt gleich. Der vermeintliche Nationalstolz des Opfers wird gezielt angesprochen, während die Täterinnen gekonnt Klischees bedienen.
Das perfekte Tarnbild: Heute nutzen Betrügerinnen nicht nur gestohlene Fotos von Soldatinnen oder Models, sondern passen ihre Schein-Identität algorithmisch an die Zielgruppe an.
Auf konservativen Plattformen wie Parship inszenieren sie sich als traditionsbewusste Frau, auf Tinder als weltoffene Abenteurerin. Besonders dreist: KI-generierte „Beweisbilder“ – täuschend echte Selfies mit handschriftlichen Zetteln („Ich liebe dich Frank, mein Schatz!“), die den Verdacht zerstreuen sollen.
Der schleichende Kontrollverlust
Per WhatsApp, Telegram oder sogar Fake-Videoanrufe (mittels Deepfake-Software oder gestohlenen Videos echter Personen) macht die Heiratsschwindlerin den Mann systematisch emotional abhängig. Psychologen nennen dies „Love Bombing“:
- Überschwängliche Zukunftspläne („Stell dir vor, wir eröffnen ein Café am Bodensee…“)
- 24/7-Verfügbarkeit (Chat-Nachrichten mitten in der Nacht – ein klassisches Manipulationssignal)
- Scheinbare Verletzlichkeit („Nur mit dir fühle ich mich geborgen …“)
Erfahrungsgemäß dauert es im Schnitt durchaus 3 Monate, bis die ersten Geldforderungen kommen. Die Gründe wirken plausibel – und sind doch immer gleich:
„Mein Visum ist fast genehmigt, aber die Behörde verlangt noch 2.000 Euro Kaution…“
„Meine Mutter liegt im Krankenhaus – bitte hilf mir, die OP zu bezahlen!“
„Unser Treffen steht kurz bevor– es fehlen nur noch die Flugkosten und ich bin deine Braut!“
Die Abzocke – und warum Opfer selbst bei Zweifeln weiterzahlen
Anders als noch vor 10 Jahren fließt das Geld für eine Heiratsschwindlerin heute nur noch selten per Western Union. Stattdessen nutzen Täterinnen:
- Kryptowährungen („Schick mir Bitcoin, das geht schneller!“)
- PayPal ( Zahlungen an "Freunde und Familie" über Finanzagenten in aller Welt)
- Drittpersonen („Überweise das Geld auf das Konto von meinem Cousin in Berlin - der leitet es weiter “)
Das perfide Finale: Selbst wenn Männer misstrauisch werden, zahlen viele weiter – aus Scham oder weil sie die „Investition“ nicht verlieren wollen und noch eine Aussicht auf Erfolg sehen. „Ich habe schon 15.000 Euro gegeben… wenn ich jetzt aufhöre, war alles umsonst“, heißt es in polizeilichen Vernehmungen bei einem solchen Betrug.

Fallstudie: Moderne Gold-Betrugsmasche - So zocken Romance-Scammerinnen heute Männer ab
Was klingt wie ein Drehbuch aus dem Film Ocean’s Eleven, ist eine der dreistesten Betrugsmethoden: der „Gold-Investment“-Scam. Hier eine aktualisierte Fallstudie – mit neuen Warnsignalen und digitalen Spuren für den Betrug:
„Dein Gold liegt in Dubai – wir müssen nur noch die Gebühren zahlen!“
Die angebliche Geschäftsfrau (oft vorgeblich aus Italien, der Schweiz oder den USA) inszeniert sich als Erbin eines Goldschatzes – doch das Vermögen sei „blockiert“. Die Story:
- „40 kg Gold sind bereits auf deinen Namen registriert!“
→ Gefälschte Zertifikate per PDF, angeblich von „GoldSecure AG“ oder anderen Fantasiebanken
→ Fake-Login auf professionell wirkenden Webseiten (Domain oft mit .finance oder .trust) - „Die Gebühren sind nur 3% – dann gehört dir alles!“
→ Erst 5.000 € für „Zoll“, dann 15.000 € für „Versicherung“ – die Summen steigern sich
→ Zahlung heute fast immer in Krypto („Wegen der Anonymität und der Steuer!“) oder über Drittpersonen in Europa
Warum selbst skeptische Männer zahlen
- „Ich sehe ja mein Konto!“
→ Die Täter erstellen täuschend echte Online-Banking-Oberflächen - „Sie hat mir sogar ihren Pass geschickt!“
→ Gefälschte Ausweise via Photoshop (erkennbar an pixeligen Rändern oder falschen Schriftarten) - „Aber wir hatten Videoanrufe!“
→ Deepfake-Apps wie Reface oder gestohlte Live-Streams von Influencerinnen
Wenn die Blase platzt: So reagieren Betrügerinnen
Wird das Opfer stutzig, folgt eins von drei Scripts:
- „Das war meine Zwillingsschwester!“
→ Alte Masche, jetzt mit „Beweis“-Fotos: Echte Pornodarstellerinnen werden als „verrufene Doppelgängerin“ präsentiert - „Die Behörden sind schuld!“
→ Gefakte E-Mails von angeblichen Anwälten („Ihr Gold ist in Frankfurt beschlagnahmt – 20.000 € Strafzahlung!“) - „Meine kleine Schwester ist schwanger – aber jetzt brauche ich Arztkosten…“
→ Emotionaler Erpressungshebel (laut BKA aktuell stark steigende Fallzahlen)
5-Punkte-Checkliste: Warnsignale einer Heiratsschwindlerin
1. Sie weicht Videoanrufen aus – oder nutzt Ausreden
- „Meine Kamera ist kaputt“, „Bei mir ist schlechtes WLAN“
- Achtung: Echt wirkende Videoanrufe mit Deepfakes sind möglich! Prüfen Sie Unstimmigkeiten (zum Beispiel abgehackte Lippenbewegungen, fehlende Reaktion auf spontane Fragen).
2. Ihre Story klingt zu perfekt – oder zu dramatisch
- Sie schwärmt überschwänglich von Ihnen, obwohl Sie sich erst kurz kennen
- „Zufällige“ Gemeinsamkeiten („Ich liebe auch Angeln/Bohlen’s Musik/Fußball!“)
- Immer wieder neue Krisen (Krankenhaus, Visumprobleme, Erbschaftsstreit)
3. Sie will schnell von der Dating-Plattform weg
- Drängt auf WhatsApp/Telegram („Hier werden Nachrichten gelöscht!“)
- Trick: Scammer nutzen meist ausländische Nummern, die nur über WhatsApp funktionieren (+49-Länderkennung fehlt).
4. Ihre Fotos wirken wie Model-Aufnahmen
- Check: Rückwärtssuche
- Keine Alltagsfotos (zum Beispiel mit Freunden/Familie) – nur gestellte Profi-Bilder
5. Geldforderungen – egal wie „logisch“ sie klingen
- Klassiker:
- „Ich brauche nur 500 € für den Flug – dann bin ich bei dir!“
- „Mein Bankkonto ist blockiert…“
- Merke: Echte Partnerinnen bitten Fremde nie um Geld!
✅ So handeln Sie richtig:
- Nicht zahlen – auch nicht „nur dies eine Mal“.
- Screenshots sichern (Für Anzeige bei der Polizei).
- Professionell prüfen lassen (Unsere Detektei kann helfen).
„Lieber einmal zu misstrauisch sein – als einmal zu viel betrogen werden.“
Sie haben Zweifel? Wir finden die Wahrheit – diskret und seriös
Diese Geschichten zeigen: Romance-Scamming ist heute raffinierter denn je. Die Heiratsschwindlerinnen nutzen emotionale Manipulation, gefälschte Dokumente und technische Tricks – doch eine professionelle Überprüfung bringt die Lügen ans Licht.
🔍 Unsere Detektei hilft Ihnen mit:
- Identitätsprüfung: Ist das Profil der Frau echt – oder gestohlen?
- Bilderrückwärtsuche: Finden wir die Fotos auf Porno- oder Stockfoto-Seiten?
- Hintergrundrecherche: Gibt es Hinweise auf Betrugsmuster in ihrem Umfeld?
- Diskrete Abklärung: Ohne Konfrontation – wir schützen Ihre Privatsphäre.
👉 Handeln Sie, bevor Sie weiteres Geld verlieren!
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„Wer zweifelt, sollte handeln – bevor aus Zweifeln Gewissheit wird… und aus Gewissheit Verlust.“
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Hinweis: Je früher Sie jemanden über prüfen lassen, desto höher die Chance, Schaden abzuwenden.
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